Question: Auf welcher Insel ist Kirsten Hanser?

Astrologin Kirsten Hanser war im Urlaub auf der griechischen Insel Karpathos. 2019 ist das perfekte Reisejahr, da der Planet Jupiter im Zeichen Schütze steht.

Wo ist Kirsten Hanser heute?

Sie lebt mit ihrer Familie in Berlin und arbeitet unter anderem als Heilpraktikerin, Yogalehrerin und Schmerztherapeutin in eigener Praxis in Berlin-Schöneberg. Im SAT.1-Frühstücksfernsehen deutete Hanser von 2006 bis Anfang 2020 von montags bis freitags die astrologische Konstellation von Sonne, Mond und Planeten.

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Am Strand einer karibischen Insel steht der erste Lottomillionär der Schweiz und blickt aufs Meer hinaus. Nachts drängen sich Ziegen am Bett der Autorin. Dorothee Elmiger folgt den Spuren des Geldes und des Verlangens durch die Jahrhunderte und die Weltgegenden. Sie entwirft Biographien von Mystikerinnen, Unersättlichen, Spielern, Orgiastinnen und Kolonialisten, protokolliert Träume und Fälle von Ekstase und Wahnsinn. Aus der Zuckerfabrik ist die Geschichte einer Recherche, ein Journal Auf welcher Insel ist Kirsten Hanser?

Beobachtungen, Befragungen und Ermittlungen. Ein Text, der den Blick öffnet für die Komplexität dieser Welt. Hier gibt es nichts zu beherrschen: Das ist der antiautoritäre Realismus ihres Schreibens. Dorothee Elmigers 'Aus der Zuckerfabrik' ist vor allem ein erfreulicher Angriff auf den Literaturbetrieb.

Auf welcher Insel ist Kirsten Hanser?

Zugleich könnte das Internet das mangels bequemer Stichworte nicht bieten ohne die Fantasie, die Findigkeit und die weiträumigen Lektüren der Schriftstellerin. Und das liegt an dieser Form, die eben keine feststehende Ordnung in dem Gestrüpp aus Zeichen suggeriert, das die Erzählerin sich in der Sprache imaginiert.

Weil sie dabei alle selbstgewisse Erzählroutine vermeidet, vermag die Lust an den riskanten Wendungen des Textes umso mehr zu fesseln. Und auch wenn sie sich dabei im Gestrüpp verirrt, folgt man ihr gern, denn man entdeckt dabei ganz bestimmt etwas, was man noch nie gesehen und gesucht hat, das sich aber in die Netzhaut einbrennt.

Indem sie die Zusammenhänge infrage stellt, erstrahlt die Welt in ihrer kühnen eleganten Sprache als lust- und schmerzvolle Herausforderung für jede einzelne von uns. So lustig und so nonchalant wie die Dirigentin in der Basler Oper, über die sie sich einmal im Text so sehr freut, erweckt Dorothee Elmiger Auf welcher Insel ist Kirsten Hanser?, Liebe, Hunger, Übersee und so weiter zum Leben, um unseren Blick dafür zu schärfen, wie wir uns die Welt vielleicht in Zukunft erzählen.

Ekstatische Grenzüberschreitung und rohe Gewalt. Unbekümmerte, gefrässige Neugier und dumpfen Hunger. Sie holen auch den Stoff grosser Debatten ans Licht: Sexismus, Rassismus, ökonomische Ungleichheit und ökologischen Raubbau.

Aber auch das Kleine findet sich zwischen den Maschen. Neben all den vielen berühmten Glückssucherinnen und Glückssuchern, neben Auf welcher Insel ist Kirsten Hanser? wie Vaslav Nijinsky und Mystikerinnen wie Teresa von Avila, glänzt nicht minder hell zum Beispiel ein dickes Kind in einem Schnellimbiss. Eine fast nie enden wollende Reise, die nach der Lektüre im Kopf weitergeht. Elmiger ist Dichterin, Historikerin, Analytikerin, Theoretikerin und begnadete Erzählerin in einem.

Woraus bestehen Wünsche, was ist das Begehren? Elmiger erzählt und argumentiert gleichzeitig, aber beides in einer tastenden Bewegung. Das Buch ist bibliophil ausgestattet, es leuchtet richtig in seinen Farben und kommt ganz ohne Bildmotiv aus. Was für einen Text haben Sie geschrieben? Vielleicht das Protokoll einer kreisenden, unordentlichen Recherche zu den Gräben, auf die der Kapitalismus so dringend angewiesen ist, und zu einigen historischen Versuchen, diese Gräben mit einem oder beiden Füssen zu überwinden; auch Träume von Müttern und Festmahlen sind darin verzeichnet, einiges über Kutschen, Ekstasen, Kleist.

Was stand am Anfang dieser Arbeit? Und was hat Zucker mit all dem zu tun?

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Begonnen hat alles mit einem Dokumentarfilm über den ersten Schweizer Lottomillionär, ein Arbeiter aus dem Kanton Bern, der im April 1979 1. Der Film zeigt eine Szene aus den Achtzigerjahren, in der das Eigentum des nun verschuldeten Lottokönigs versteigert wird, darunter Auf welcher Insel ist Kirsten Hanser?

Figuren, die angeblich aus Haiti stammten. Hier setzte meine Recherche an: Was hatte es mit diesen Figuren auf sich, welche Verbindung bestand zwischen dem Berner Sanitärinstallateur und der karibischen Insel, und in welche Tradition reihte er sich damit ein?

Auf welcher Insel ist Kirsten Hanser?

Wenn man so will, stellte der Zucker historisch ein Bindeglied zwischen Europa und der Insel dar: Während sich in Europa eine regelrechte Sucht nach dem süßen Genussmittel entwickelte, das erst als Luxusgut, dann als Lebensmittel des täglichen Bedarfs gehandelt wurde, war seine Produktion auf den Zuckerplantagen Teil einer mörderischen Wirtschaftsform. Die scheinbar unverfängliche Lust und der Genuss verlieren in dieser Perspektive ihre Harmlosigkeit.

Was äußert sich also in diesem einen Augenblick, als der Versteigerer die zwei Figuren in die Luft streckt? Mit dieser und ähnlichen Fragen habe ich meine Arbeit begonnen. Sie selbst sind im Text von Beginn an sichtbar, sind für viele Seiten aber mehr eine Moderatorin Ihrer Nachforschungen. Das verändert sich mit einer Liebesgeschichte, die sie selbst ganz in den Text Auf welcher Insel ist Kirsten Hanser?.

Warum war es Ihnen wichtig, Körper und Text nicht zu trennen? Im Lauf meiner Recherche bin ich selbst immer stärker reingerutscht in den Text, ohne dass es meine Absicht war: Natürlich stecke ich als Autorin immer schon mit drin, aber in diesem Fall schien es mir wichtig, das sehr deutlich zu formulieren. Die Fragen, die sich mir zu Beginn als gesellschaftliche stellten, drängten sich plötzlich auch ganz persönlich auf: Wie begehre ich, wen oder was begehre ich und auf wessen Kosten?

Ist meine Lust, ist mein Hunger zerstörerisch? Trotzdem ist das Ich aber ein künstliches — es verwandelt sich ja immer gleich alles auf dem Papier. Alle ausgebreiteten Gedanken in Ihrem Text sind immer wieder eingewoben in Naturbetrachtungen, in Beschreibungen des Himmels, des Lichts, der Wolken, der Tiere und Flüsse auf verschiedenen Kontinenten. Wie kommt die Natur in Ihren Text?

Wie sich die Bäume vor den Fenstern im Laufe der Recherche verändern; was der Mensch mit der Natur anstellt im Zuge der Jahrhunderte; wie manche Dinge den Menschen scheinbar unberührt überdauern — der wetterlose Bereich der Atmosphäre, Wolkenformationen —, die Folgen des menschlichen ökonomischen Handelns sich andererseits immer schon und nun deutlicher denn je auch in der Natur abzeichnen: Die Frage, was sich anhand der Natur über die Geschichte und das Wesen der Zeit feststellen lässt, hat mich bei der Arbeit begleitet.

Der Text ist so gesehen auch ein Tagebuch aus dem Anthropozän. Wenn Aus der Zuckerfabrik eine große Recherche-Erzählung ist, gibt es für Sie denn ein Ergebnis?

Das Ergebnis liegt in meinen Augen in den Verbindungen, die aufscheinen zwischen den Exzerpten, den Spekulationen, Fakten, Visionen und Erinnerungen: Eine flüchtige Form der Erkenntnis, die es so vielleicht nur in der Literatur gibt. Leseproben Leseprobe: Leseprobe: Ihr Kommentar.

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