Question: Wie kann man jemanden zur Weißglut bringen?

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(jemanden) auf die Palme bringen (fig.) · (jemanden) aufbringen gegen · das Fass zum Überlaufen bringen (mit) · einen Wutanfall (bei jemandem) auslösen · (jemanden) in Harnisch bringen · (jemanden) in Rage bringen · (jemanden) rasend machen · (jemanden) wütend machen · (jemanden) zur Weißglut bringen (fig.)

Westdeutschland war ja ein Paradies. Immer und überall gab es in der alten Bundesrepublik Westkaffee, Südfrüchte, Damenfeinstrumpfhosen, die Landschaften waren selbstverständlich blühende, auf den hochmodernen Autobahnen durften freie Bürger schon immer ohne Tempolimit rasen und reisen, wohin sie wollten, und Ossis gab Wie kann man jemanden zur Weißglut bringen? nicht — bis auf die paar, die es geschafft hatten, über die Mauer zu klettern. Heute gibt es dieses schöne Westdeutschland nicht mehr.

Aber noch immer gibt es, 25 Jahre nach der Wende, jede Menge Vollblut-Westdeutsche, die noch nie im Osten waren und da auch nie hinwollen, die von Natur aus alles besser wissen, die sich aufgrund ihrer geografischen Herkunft für etwas Besseres halten und die die Mauer weiterhin im Kopf haben — und auch nichts dagegen hätten, wenn irgendjemand sie wieder hochziehen würde.

Solche Zeitgenossen kann man sympathisch finden — oder nicht.

Wie kann man jemanden zur Weißglut bringen?

Sollte letzteres der Fall sein: Hier sind ein paar Tipps, wie Sie entweder als unterdrückter Ossi oder als gesamtdeutscher Gutmensch eingefleischte Wessis schnell mal auf hundertachtzig bringen. Verweisen Sie auf die Ossis als wahre Kulturträger Nennen Sie Johann Sebastian Bach, Georg Friedrich Händel, Kurt Tucholsky, Karl May, Carl Zeiss, Martin Luther, Kaiser Otto, um nur ein paar Ostdeutsche zu nennen, die das Ansehen Deutschlands in der Welt mehrten. Wenn dann die beleidigte Replik kommt, dass Goethe und Schiller doch gebürtige Wessis waren, kontern Sie mit der Tatsache, dass die beiden es im Westen offenkundig nicht ausgehalten haben — warum wohl wären sie sonst nach Weimar gegangen?

Ziehen Sie die Berlin-Bonn-Karte Fragen Sie ihren westdeutschen Gesprächspartner erst nach der bekanntesten Kulturstadt Deutschlands Weimar, liegt bekanntlich nicht in Westdeutschland. Und dann nach der im In- und Ausland beliebtesten deutschen Stadtliegt bekanntlich nicht in Westdeutschland. Mehr als ein peinlich-prolliges Massenbesäufnis ist diese alberne Veranstaltung vielerorts ja ohnehin nicht.

Im Süden von Wessiland können Sie wahlweise auch das Oktoberfest doof finden, im Norden den Hamburger Hafengeburtstag. Diese Bezeichnung würde ja voraussetzen, dass der Wessi tatsächlich ein Besserwisser ist, also Dinge besser weiß. Dem ist aber nicht so — Sachsen und Thüringen führen beispielsweise beim bundesweiten Schulvergleich in Mathematik und Naturwissenschaften.

Oder liegt es daran, dass die Westdeutschen einfach nur prüde und verklemmt sind? Wie wäre es, mit solchen Zeitgenossen über Massenarbeitslosigkeit, überteuerte Mietwohnungen, Kinderbetreuung oder berufstätige Mütter zu plaudern?

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Das mag zwar lustig gemeint sein, ist aber provinziell. Mokieren Sie sich also gern über kleingeistiges Festhalten am Dialekt, der in Wessiland das so stolz auf sein Hochdeutsch ist weitverbreitet ist. Pfälzisch-Gesabbel, Hessisch-Gebabbel, plattes Plattdeutsch, holpriges Bayerisch hört man neben Schwäbisch überall — und versteht es kaum.

Wie kann man jemanden zur Weißglut bringen?

Vom Fränggischn ganz zu schweigen. In dieser Schbrooch kennt man eine ganze Reihe Buchstaben nicht, was immer wieder zu Irritationen führt. Wer regiert eigentlich das Land? Von wem wird ihr westdeutscher Gesprächspartner eigentlich seit drei Legislaturperioden erfolgreich regiert?

Und woher stammt das Staatsoberhaupt? Wo steht das neueste kommunistische Monument? In Ost-Berlin hat man nach der Wende bekanntlich die 19 Meter hohe Lenin-Statue vom Sockel geholt.

Und wo hat man im Juni 2014 gerade ein Monument für Friedrich Engels, den kommunistischen Vordenker, aufgestellt?

Andere Menschen nerven (mit Bildern)

Richtig, in Wuppertal liegt bekanntlich in Westdeutschland. Die Ostdeutschen kamen trotz wesentlich kleinerer Bevölkerung auf 112 Goldmedaillen. Die Kosten der Einheit Jeder Vollblut-Wessi wird sich sicher freuen, wenn Sie ihm erzählen, dass die Kosten der deutschen Einheit bis 2010 ungefähr 1,6 Billionen Euro betragen haben.

Wenn er meint, er habe diese Summe quasi allein gestemmt, entgegnen Sie, dass in Westdeutschland arbeitende Ostdeutsche dort seit der Wende längst Hunderte Milliarden Euro erwirtschaftet haben. Und erwähnen Sie ruhig, dass nicht nur Wessis den Solidaritätszuschlag zahlen — der galt von Anfang auch für Ossis.

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