Question: Wie viele Verse hat das Gedicht Augen in der Großstadt?

1930 schrieb Kurt Tucholsky das Gedicht „Augen in der Großstadt“, welches 3 Strophen mit unterschiedlicher Länge umfasst. Strophen 1 und 2 bestehen aus 12 Versen, wobei die 3. Strophe allerdings aus 15 Versen besteht.

Wie viele Strophen hat das Gedicht Augen in der Großstadt?

Das Gedicht besteht aus drei Strophen mit 39 Versen. Das Reimschema ist abwechslungsreich: Auf den anfänglichen Kreuzreim in jeder Strophe folgt ein Paarreim, der, Strophe drei ausgenommen, einen Kehrreim nach sich zieht.

Aug 2019 Abitur lernen Das Metrum bestimmen: Darauf musst du achten So erkennst du Jambus und Trochäus Jambus, Trochäus, Daktylus und Anapäst — seit der Unterstufe tauchen diese Begriffe immer wieder auf, wenn es um das Thema Gedichte geht.

Wir erklären dir, was sich dahinter verbirgt, was ein Metrum eigentlich ist und wie du es bestimmen kannst. Denn ein Gedicht hat bestimmte formale Merkmale, die du in einer erkennen, benennen und erklären solltest. Dazu gehören beispielsweise die Strophenanzahl, — und das Metrum.

Obwohl das Bestimmen des Metrums nur einen recht kleinen Teil deiner Analyse ausmacht, fällt es vielen nicht leicht zu erkennen, welches Versmaß ein Gedicht eigentlich hat. Da das Metrum zu den Must-dos in jeder Gedichtinterpretation zählt, erklären wir dir, wie du das Metrum bestimmen kannst. Gedichte gehören zur der Lyrik, die ihren Ursprung im Lied hat. Deswegen ist es beispielsweise typisch für Gedichte, dass sie in Strophenform verfasst sind.

Wie viele Verse hat das Gedicht Augen in der Großstadt? weiteres Merkmal ist ihre Rhythmik. Diese entsteht nicht allein durch dassondern auch durch die Metrik. An dieser Bezeichnung erkennst du, Wie viele Verse hat das Gedicht Augen in der Großstadt?

sich das Metrum immer auf den Vers eines Gedichtes bezieht. Es beschreibt, in welcher Reihenfolge die Silben eines Verses betont oder unbetont sind. Diese Abfolge verleiht dem Gedicht nicht nur Rhythmus und Struktur, sondern beeinflusst auch dessen Stimmung und Lesart.

Das Metrum ist typisch für lyrische Texte. In der Prosa, die auch als ungebundene Sprache bezeichnet wird und die du in epischen Texten wie Romanen und findest, spielt dieses Schema keine Rolle. Betonte und unbetonte Silben bilden das Metrum Doch was unterscheidet betonte und unbetonte Silben?

Eine Silbe besteht aus einem oder mehreren aufeinanderfolgenden Lauten, die du zusammen aussprichst und die deshalb eine Sprecheinheit bilden. Um das Metrum bestimmen zu können, musst du den Vers also in seine Silben unterteilen. Die Anzahl der einzelnen Silben ist dabei weniger wichtig. Entscheidend ist ihre Abfolge aus betont und unbetont. Denn die Silben eines Wortes betonst du beim Sprechen unterschiedlich. Bei manchen Silben geht die Stimme hoch und du sprichst sie lauter aus, bei anderen senkt sich deine Stimme.

Deswegen spricht man bei betonten Silben auch von einer Hebung.

Wie viele Verse hat das Gedicht Augen in der Großstadt?

Diese Silben werden als Senkung bezeichnet. Ein Wort in seine Silben zu zerlegen, ist einfach.

Wie viele Verse hat das Gedicht Augen in der Großstadt?

Du musst es nur laut und deutlich aussprechen. Und genau das ist auch die einfachste Methode, um das Versmaß eines Gedichtes zu bestimmen. Das Metrum bestimmen: So gehst du vor Willst du das Metrum bestimmen, unterteilst du die Wörter im Vers also in ihre Silben.

Jede Silbe markierst du mit einem X. Nachdem du das Gedicht in seine Silben zerlegt hast, musst du bestimmen, welche Silben betont und welche unbetont sind.

Tipp: Oft reicht es, sich nur die ersten Verse eines Gedichtes anzusehen, um Wie viele Verse hat das Gedicht Augen in der Großstadt? Metrum zu bestimmen, da das Versmaß häufig für das gesamte Gedicht gilt. Doch auch hier gibt es natürlich Ausnahmen, das Metrum kann auch innerhalb eines Gedichtes wechseln.

Wenn es nun im nächsten Schritt darum geht, betonte von unbetonten Silben zu unterscheiden, musst du dich vor allem auf dein Gefühl verlassen. Denn eine konkrete Anleitung hierfür gibt es nicht. Dein Sprachgefühl hilft dir zu erkennen, wie eine Silbe betont wird. Unterstützen kannst du das, indem du das Gedicht laut und übertrieben deutlich vorliest. Deine Stimme nimmt dann automatisch den Rhythmus auf.

Da wir im Alltag oft sehr undeutlich sprechen, braucht das am Anfang vielleicht etwas Übung und es hört sich ziemlich albern an — es hilft aber auf jeden Fall. Das laute Vorlesen ist in einer Klausur natürlich nicht umsetzbar. Tipp: Wenn du dir in Sachen betonter Wie viele Verse hat das Gedicht Augen in der Großstadt? unbetonter Silben unsicher bist, musst du dir zum Üben nicht sofort ein Gedicht vornehmen. Du kannst es an jedem mehrsilbigen Wort üben.

Jambus, Trochäus, Daktylus und Anapäst — die Metren im Überblick Die betonten Silben kennzeichnest du üblicherweise mit einem schrägen Strich über den mit X markierten Silben. Die unbetonten Silben bleiben mit einem X gekennzeichnet. Alternativ kannst du die betonten Silben auch mit einem großen X und die unbetonten mit einem kleinen x markieren. Diese Kennzeichnung musst du nicht vornehmen, die Bestimmung des Versmaßes ist auch so möglich.

Aber durch diese Visualisierung fällt es dir eventuell leichter, das Metrum zu benennen, da du so die Abfolge von betonten und unbetonten Silben direkt vor Augen hast. Abhängig von dieser Abfolge kannst du zwischen Jambus, Trochäus, Daktylus und Anapäst unterscheiden.

Jambus Der Jambus kommt sehr häufig in Gedichten vor und besteht aus der Abfolge einer unbetonten und einer betonten Silbe. Abhängig davon, wie viele Silben in einem Vers vorliegen, kannst du den Jambus noch präziser angeben, indem du zusätzlich die Hebungen bestimmst. Das machst du, indem du einfach die betonten Silben in einem Vers zählst, denn die Hebungen sind ja nichts anderes als die Silben, bei denen sich die Stimme beim Sprechen hebt — also die betonten Silben.

Angenommen der Vers besteht aus vier betonten Silben in der Abfolge Wie viele Verse hat das Gedicht Augen in der Großstadt?, betont, ergibt sich daraus ein vierhebiger Jambus. Oft beginnt ein trochäischer Vers mit einem Verb.

Da das in Aussagesätzen sonst nicht der Fall ist, wird das Verb durch seine ungewöhnliche Stellung betont. Dann hätte sich aber das Versmaß in unbetont, betont geändert und es würde sich um einen Jambus handeln. Der Trochäus betont das Verb aber stärker und ändert die Dynamik des Gedichtes. Daran kannst du sehen, wie sehr das Metrum Einfluss auf das Gedicht nimmt und warum du dir in deiner Gedichtanalyse immer auch überlegen solltest, wie das Versmaß zum Inhalt des Gedichtes passt.

Anders als Jambus und Trochäus ist der Daktylus also ein dreisilbriges Metrum.

Wie viele Verse hat das Gedicht Augen in der Großstadt?

Das bedeutet aber nicht, dass ein Daktylus nur bei dreisilbigen Wörtern vorkommen kann. Es zählen einzig die Silben innerhalb eines Verses.

Auf wie viele Wörter sich diese Silben verteilen, ist völlig egal. Anapäst So wie der Trochäus quasi die Umkehrung des Jambus ist, so kehrt der Anapäst die Silbenabfolge des Daktylus um.

Er setzt sich aus zwei unbetonten und einer betonten Silbe, also der Abfolge unbetont, unbetont, betont zusammen xxX. Der Anapäst kommt in der deutschen Dichtung allerdings sehr selten vor und wird dir in einer Klausur wahrscheinlich nicht begegnen.

Häufige Versmaße Einige Versmaße kommen besonders oft in Gedichten vor oder sind typisches Merkmal einer bestimmten. Nicht unwahrscheinlich ist, dass dir in einer Klausur der Alexandriner oder der Blankvers begegnen. Der Alexandriner Der Alexandriner ist ein jambisch alternierender sechshebiger Reimvers. Das bedeutet, dass er auftaktisch beginnt unbetonte Silbeworauf sechs Hebungen mit je einer Senkung folgen.

Das Versende, auch Kadenz genannt, kann sowohl weiblich unbetont als auch männlich betont sein. Demnach kann der Alexandriner entweder aus zwölf oder 13 Silben gebildet werden. Der Blankvers Als Blankvers wird eine Verszeile bezeichnet, die ungereimt ist und einen fünfhebigen Jambus aufweist, wobei es männliche sowie weibliche Kadenzen geben kann.

Also wird der Blankvers entweder aus zehn oder elf Silben gebildet und hat, im Gegensatz zum Alexandriner, eine bewegliche Zäsur. Den Blankvers findest du oft im Drama und seltener in der Lyrik. Das Metrum in deine Interpretation einbeziehen Ob formale Aspekte wie das Reimschema oder das Metrum oder sprachliche Aspekte wie die rhetorischen Mittel: In einem Gedicht steht kein Merkmal für sich allein, alles verschmilzt zu einer Einheit.

Deswegen ist es nicht ausreichend, die einzelnen Merkmale nur zu benennen, du musst sie auch interpretieren. Das tust du, indem du Form und Inhalt zueinander in Bezug setzt.

Hast du also das Metrum bestimmt, solltest du auch sagen, was es für eine Wirkung hat und wie es zum Gedicht passt. Handelt es sich zum Beispiel um ein Gedicht aus der Romantik, das die Schönheit der Natur beschreibt, könntest du auf die harmonische Stimmung verweisen, die durch den Jambus unterstützt wird.

Vielleicht betont das Metrum aber auch Schlagworte oder Motive innerhalb des Gedichtes oder läuft völlig gegensätzlich zum Inhalt.

Gedichtanalyse Beispiel Kurt Tucholsky

Beispielsweise kann ein Kriegsgedicht aus dem Barock die Leiden des 30-jährigen Krieges schildern und trotzdem in einem harmonisch wirkenden Jambus verfasst sein.

Es lohnt sich auf jeden Fall, sich darüber Gedanken zu machen, weil du so in deiner Klausur zeigen kannst, dass du ein Gespür für die Tiefe eines Gedichtes hast und formale, sprachliche und inhaltliche Aspekte zu einem Gesamtbild verknüpfen kannst.

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